TV-Tipps

Hier finden Sie gelegentlich Hinweise zu interessanten Dokumentarsendungen. Für freuen uns auf Hinweise, die wir gerne publizieren.

Die Daten werden unregelmässig aktualisiert und gelöscht.
 

Mittwoch, 4. April 2012, 21 Uhr  SF1  - 1. Teil
Mittwoch, 11. April 2012, 21 Uhr  SF1  - 2. Teil
Mittwoch, 18. April 2012, 21 Uhr  SF1  - 3. Teil

Demenz - die Volkskrankheit

In einer dreiteiligen Serie porträtiert die «Rundschau» drei demente Menschen und erzählt deren Geschichten. Die Reportagen zeigen auch den Alltag der Familienangehörigen; diese kämpfen nicht nur mit dem allmählichen Entschwinden eines geliebten Menschen, sondern auch mit der Schwierigkeit, die Kranken adäquat zu betreuen.

Der 59jährige Guido Högger war früher IT-Spezialist. Heute ist er vollkommen unselbständig. Seine Frau und die drei Kinder müssen zu ihm schauen, für eine externe Betreuung haben sie zu wenig Geld. Walter Uhlmann, 65jährig, unterliegt dem Zwang, täglich 30 Kilometer zu rennen. Seine Tochter überwacht ihn dank GPS-Gerät. Der 82jährige Jos Fischer wurde von seiner gleichaltrigen Frau gepflegt, jetzt muss er ins Heim. Kostenpunkt: 10 000 Franken im Monat. Die drei Folgen der «Rundschau»-Serie zum Thema Demenz sind in den Sendungen vom 4. April, 11. April und 18. April 2012 um 21.00 Uhr auf SF 1 zu sehen.

Ebenfalls zum Thema Demenz strahlt SF 1 am Sonntag, 15. April 2012, um 20.05 Uhr den SF Schweizer Film «Nebelgrind» aus.

 

 

Freitag, 30. Dezember 2011, 21.30 arte
Tierisch lustig - die Wissenschaft vom Lachen

Lange Zeit war das menschliche Lachen kein ernstzunehmender Untersuchungs-gegenstand für die Wissenschaft. So ernteten die ersten Forscher, die sich unter neurobiologischen Fragestellungen dieser menschlichen Emotionsäußerung näherten, zunächst nur Spott und Hohn. Inzwischen ist die Gelotologie, die Wissenschaft vom Lachen und seinen Auswirkungen, eine anerkannte Forschungsdisziplin.

Die Dokumentation stellt die Ursprünge dieser tief verwurzelten Gefühlsäußerung, ihre konzeptuelle Erfassung und die jüngsten wissenschaftlichen Entdeckungen vor. Seit fast 20 Jahren untersucht der international anerkannte Neurobiologe Robert Provine das Lachen aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht und beschreibt dessen emotionales und soziales Potenzial. Neurowissenschaftlich ist bewiesen, dass Lachen das archaische "emotionale Gehirn" im Nervensystem aktiviert. Außerdem sind mehrere Nerven-netzwerke der Großhirnrinde beteiligt. Ethologische Beobachtungen bei Affen und Säuglingen ermöglichen es, die offenbar von den Genen abhängigen Aufbau- und Entwicklungsmechanismen des Lachens genauestens zu untersuchen.

Jan van Hoof, der Pionier der Beobachtung des Lachens bei Schimpansen, und Marina Davila Ross, Verfasserin einer vergleichenden Studie des Lachens bei Großaffen, berichten von ihren Forschungen. Doktor Ross, die sich der Kitzelmethode bedient, musste Dutzende von Primaten kitzeln, um schlüssige Ergebnisse zu erzielen. Der Forscherin zufolge haben die Menschen vor über zehn Millionen Jahren peu-à-peu mit dem Lachen begonnen. Es hat also seine Wurzeln in den Uranfängen der menschlichen Spezies. Ein weiterer Verfechter der Kitzelmethode ist der US-amerikanische Forscher Jaak Panksepp, der allerdings Ratten kitzelt. Zuerst erntete seine Behauptung, Tiere hätten Gefühle, nur Spott. Jetzt ist er als einer der wenigen Spezialisten für Tieremotionen bekannt. Professor Panksepp versucht, die neuronalen Mechanismen zu verstehen, die bewirken, dass manche Ratten optimistischer sind als andere.

Von diesen Ergebnissen erhofft er sich geeignetere Therapien für die Behandlung psychischer Störungen. Die von einigen Forschern eingeführte, zunächst verachtete Gelotologie - also die Wissenschaft vom Lachen und seinen Auswirkungen - hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem ernstzunehmenden Wissenschaftszweig entwickelt. All diese unterschiedlichen Forschungsansätze werfen ein neues Licht auf die vom Menschen durchlaufenen Wege zum Lachen, aber auch zu Sprache, Weinen und Gähnen. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für Überlegungen und Forschungen zu Ursprung und Evolution des Menschen.

 

Freitag, 16. Dezember 2011, 21.45 arte
Das automatische Gehirn: Die Macht des Unbewussten


Über 90 Prozent von allem, was wir täglich machen, erledigt unser Gehirn quasi ohne uns. Unbewusst, oft ohne, dass wir es merken. Die zweiteilige Dokumentation "Das automatische Gehirn" wirft einen Blick auf diesen "inneren Autopiloten", am Beispiel von Martha und Jake: zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen. Und die - wie wir alle - von unbewussten Mustern im Kopf gesteuert werden.

Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie viel Macht das Unbewusste über uns hat und wie wenig Einfluss der Verstand auf unsere Entscheidungen nimmt.

Am Beispiel von Martha und Jake, zwei Personen, die sich zufällig über den Weg laufen, zeigt die zweiteilige Dokumentation, dass über 90 Prozent unserer täglichen Handlungen unbewusst herbeigeführt, wir also per "Autopilot" von unserem Gehirn gesteuert werden. Aufwendige 3D-Animationen geben ungeahnte Einblicke tief in die Köpfe von Martha und Jake. Neurowissenschaftler in aller Welt beweisen mit ihren zum Teil verblüffend unterhaltsamen Experimenten, wie wenig Macht der menschliche Verstand über unsere alltäglichen Entscheidungen besitzt.

Und auch der Fernsehzuschauer kann die Macht des Unbewussten am eigenen Leib erfahren, wenn er sich auf diverse Mitmachspiele und spielerische Tests einlässt, die die spannende und faszinierende Dokumentation "Das automatische Gehirn" ihm anbietet.

Wiederholung: 17.12., 10.05

 

Freitag, 25. November 2011, 8.45 arte
Angst: Können wir sie beherrschen?

Angst ist lebenswichtig. Sie schützt uns davor, zu viel zu riskieren, und in Gefahrensituationen treibt sie uns zu Höchstleistungen, erhöht die Gedächtnisleistung und fokussiert die Wahrnehmung. Doch wenn Angst außer Kontrolle gerät, wird sie selbst zur Gefahr. Beherrscht uns dann die Angst oder können wir lernen, sie zu beherrschen?

Caro Matzko und Gunnar Mergner wollen wissen, was es heißt, dass heute jeder Fünfte mindestens einmal in seinem Leben an behandlungsbedürftigen Angststörungen wie Panikattacken erkrankt - und was dagegen zu tun ist. Sie begegnen der Angst im Selbstversuch auf den schwankenden Drahtseilen eines Hochseilparcours. In Furcht-Labors und Angst-Ambulanzen sucht "X:enius" Antworten bei Medizinern und Psychologen, die der uralten Emotion mittels Gentechnik und Hirnscannern auf den Grund gehen. Das "X:enius"-Team lernt dort, dass Wissenschaftler die Angst immer besser verstehen und das menschliche Furchtsystem gezielt zu kontrollieren beginnen. Doch beim Blick in den Abgrund erfährt mindestens einer aus dem "X:enius"-Team ganz unmittelbar, dass ihm weder das Wissen um Furchtschaltkreise im Gehirn noch virtuelle Therapiewelten besonders viel helfen, wenn die Knie schwach werden.

 

Sendung verpasst?

Manchmal gibt es die Möglichkeit, die die Sendung auch später noch im Internet zu sehen. Hier die Links dazu:


Kinder unter Druck: Wenn Eltern ständig streiten (SF1, Februar 2011)
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2cea74b3-75d2-4ec0-9157-23f6d9470b13

Wenn Eltern in Phasen grosser Spannungen nur noch streiten, leiden viele Kinder massiv.

Solche Krisensituationen sind nicht nur für Väter und Mütter schwierig, sondern werden oft auch für den Nachwuchs zur Hölle. Wie können Kinder geschützt werden, wenn die Eltern vor lauter Konflikten die Schwächsten in der Familie aus den Augen verlieren?

Unter der Leitung von Röbi Koller diskutieren:

  • Gabriela Aeschbach, litt unter Konflikten nach Trennung der Eltern
  • Adriana Ammon, Familienarbeiterin Fachstelle Kinderbetreuung Luzern
  • Verena Kocher, Geschäftsleiterin Schlupfhuus, Beratungsstelle und Notunterkunft für Jugendliche in Krise
  • Ulrich Lips, Leiter der Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kinderspitals Zürich
  • Miriam Rosenthal, Psychologin, Mediatorin

 

Psychosomatik - Wie unsere Seele unseren Körper beeinflusst (3sat, Februar 2011)

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/151775/index.html

Wenn wir wegen etwas aufgeregt oder nervös sind, schlägt uns das nicht selten "auf den Magen". Doch nicht immer sind die Zusammenhänge so einfach und eindeutig. Die noch recht junge Fachrichtung Psychosomatik beschäftigt sich mit genau dieser Problematik und strebt eine Behandlung des "ganzen Menschen" an.

Die Sendung informiert über Krankheitsbilder und den Stand der medizinischen Forschung im Bereich der Psychosomatik. In Deutschland leiden rund 25 Prozent der Erwachsenen unter psychosomatischen Beschwerden - vorübergehend oder dauerhaft. Sieben bis acht Jahre vergehen im Durchschnitt, bis bei den Patienten psychische Gründe als Ursache erkannt werden, fand eine Studie der Mainzer Uniklinik heraus. Für die Betroffenen bedeutet das eine Odyssee von Facharzt zu Facharzt, bis sie schließlich den Weg zum Psychosomatiker finden. Immer häufiger sind auch Kinder betroffen, die auf belastende Situationen mit Asthma, Magendrücken oder Kopfschmerzen reagieren. Wir diskutieren, wie man mit diesen Problemen umgehen und ihnen entgegenwirken kann. Was wir fühlen und denken wirkt sich auf unseren Körper aus. Und das Wissen um körperliche Erkrankungen beeinflusst unsere Gefühlwelt. Besonders deutlich zeigt sich am Beispiel von vielen Placebo-Studien, wie wichtig die Rolle der Psyche ist, zum Beispiel bei Heilungsprozessen. Denn offensichtlich lässt sich eine Besserung schon durch das Gefühl Hilfe zu bekommen erzielen. Wir sprechen über die Rolle und Wirkung von Placebos bei der Behandlung von organischen und psychosomatischen Beschwerden.

 

 

 

 

 

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